Projektbeschreibung

Mit unternehmerischen Mitteln gesellschaftliche Probleme lösen – das ist die Idee des Social Business. Am 19. Oktober fand in Dortmund Deutschlands größtes Social Startup-Event, der ImpactSummit 2017, statt. Ich freue mich, dass ich als Moderatorin dabei sein durfte.

Initiiert wurde der ImpactSummit, der im Rahmen des RuhrSummit stattfand, u.a. von Dirk Sander, dem Standortleiter des SocialImpactLab Duisburg. Aus der dortigen Gründerschmiede kamen zahlreiche Startups, die sich beim Summit präsentierten.
Moderiert habe ich konkret drei Panel zu ganz unterschiedlichen Themen: From Greentech zu Social Innovation, Health meets Futurepreneurs und Foodpreneurship – die Revolution der Foodbranche.

Beeindruckt haben sie mich bereits in der Vorbereitung, die Gründerinnen und Gründer von Unternehmen, die nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern vor allem auch einen sozialen Impact im Blick haben:

(greentech)

  • Anne Christin Bansleben, promovierte Ökotrophologin und Gründerin des Leder- und Designlabels deepmello gegründet. Sie ist Geschäftsführerin der rhubarb technology GmbH.
    In ihrem Geschäft dreht sich (noch) alles um Leder. Das Besondere: Leder wird statt mit Chromsalzen mit Extrakten aus der Rhabarberwurzel gegerbt.
  • Torsten Schreiber hat mit Africa GreenTec ein Unternehmen gegründet, das Frachtcontainer zu mobilen Solaranlagen umbaut und damit Strom in ländliche Gemeinden Afrikas bringt. Er sprach darüber, wie auf diesem Weg Entwicklung, Umweltschutz und Bildung befördert werden.
  • Julia Römer ist Ingenieurin und Geschäftsführerin von Coolar. Der Kühlschrank, der aus Wärme Kälte macht, kann vor allem da zum Einsatz kommen, wo keine ‚elektrizität zur Verfügung steht, Kühlung aber dringend notwendig ist: zum Beispiel in Ländern des globalen Südens bei der Kühlung von Impfstoffen und Medikamenten.

    (health)

  • Maxie Mathiessen aus Berlin, Gründerin von Rubycup und Femna – Produkten, mit denen sie das Leben von Frauen verbessern will.
  • Steffen Preuß aus Düsseldorf hat im Team mit drei Kollegen für die Arbeit mit Demenzkranken ichó entwickelt, einen Ball, der Musik machen, bunt leuchten und vibrieren kann.
  • Tom Bieling, Designforscher aus Berlin hat Lorm Glove entwickelt, eine Lösung für die Kommunikation taubblinder Menschen. Seine Perspektive: „Die Minderheitensituation ist das Maß aller Dinge.“
  • Dr. Frank Hoffmann aus Mülheim/Ruhr ist Gründer und Geschäftsführer von Discovering Hands. Hier arbeiten blinde Frauen als Medizininische Tastuntersucherinnen (MTU) in der Früherkennung von Brustkrebs.
  • Dirk Müller-Remus hat mit seinem Unternehmen Auticon gezeigt, dass Autisten in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Mit seinem neuen Startup Diversicon denkt er die Idee weiter – und größer.

    (food)

  • Max Kultscher aus Osnabrück ist Mitbegründer der bugfoundation – das Startup produziert und vermarktet Burger aus Insekten und ist auf den Märkten in Belgien und den Niederlanden erfolgreich. Denn noch gibt es lt. deutschem Lebensmittelrecht hier keine Erlaubnis für Lebensmittel aus Insekten.
  • Felix Leonhardt aus Hamburg ist Mitbegründer von Lycka. Das Startup hat Frozen Yogurt, coconut Icecream und weitere Produkte im Angebot, ist inzwischen in großen Lebensmittelmärkten vertreten und verknüpft den Verkauf seiner Produkte mit Schulmahlzeiten in afrikanischen Ländern.
  • Philipp Kaufmann aus Amsterdam ist Gründer der ORIGINAL BEANS, Schokolade aus den seltensten Kakaobohnen der Welt. Sein Ziel: Stärkung lokaler Ökonomien und Ökosysteme und ein nachhaltiges Modell für den gesamten Kakao- und Schokoladenmarkt.