Projektbeschreibung

Freitag, 24.06.2016

MAXI statt mini – Auftakt der Kampagne in Münster

Die Kampagne MAXI statt mini will die Debatte über die Problematik der 450-Euro-Jobs wieder neu entfachen. In einem umfangreichen Kreativ-Prozess haben wir gemeinsam mit Frauen & Beruf in Münster und Frau & Beruf im Kreis Warendorf diese Kampagne entwickelt.

Screenshot der Website

Am 24. Juni fand die Auftaktveranstaltung in Münster statt, die ich im Auftrag der beiden Vereine moderiert habe. Die Resonanz auf die Veranstaltung und auch die Diskussionen zeigen: Über Minijobs muss neu debattiert und verhandelt werden. In ihrer jetzigen Form verhindern die kleinen Jobs mehr als sie möglich machen. Sie schaffen vor allem für Frauen berufsbiografische Barrieren mit langfristig negativen Folgen.

Politik, Wirtschaft und betroffene Frauen sollen im Rahmen der Kampagne, die über eine zentrale Website verfügt (www.maxistattmini.de) zu Wort kommen. Die Debatte wird in regionalen Veranstaltungen mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft fortgesetzt.

Der Slogan der Kampagne „MAXI statt mini“ soll vor allem das zeigen: Auch wenn eine Erwerbstätigkeit (zum Beispiel nach der Familienzeit) zunächst in kleinem Umfang beginnt, muss sie die Möglichkeit zum Wachstum haben. Die starre 450-Euro-Grenze der Minijobs bietet das nicht. Denn viele Frauen schrecken vor dem Bruch durch die Steuer- und Abgabenbelastung zurück, wenn sie mehr als im Minijob arbeiten wollen.

Welche alternativen Modelle es gibt, damit Minijobs nicht zur beruflichen Sackgasse werden, das soll in den nächsten Monaten stärker debattiert werden.

Entwickelt haben wir die Kampagne in einem Design-Thinking-Prozess gemeinsam mit der Designagentur elemente.